Sächsische Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (sLAG)

Die sächsische Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (sLAG) ist das
Ergebnis mehrjähriger Diskussionen unter Akteur*innen der historisch-politischen Bildungsarbeit um die
Notwendigkeit von Vernetzung, gegenseitiger Beratung und politischer Repräsentanz in Sachsen.
Angestoßen durch die erinnerungspolitischen Fachtage an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit in
Dresden wurde die sLAG am 18. September 2018 schließlich gegründet. Sie repräsentiert eine vielseitige
Gruppe von Erinnerungsinitiativen und -projekten sowie engagierten Einzelpersonen in Sachsen, die sich
zukünftig gemeinsam und vernetzt mit der Ideologie, Herrschaft und den Verbrechen des
Nationalsozialismus auseinandersetzen wollen.
Die Herausforderungen sind vielfältig: Verfolgte des NS, die wesentlich für die kritische Auseinandersetzung
und ein öffentliches Erinnern in den Jahrzehnten nach 1945 waren, versterben. Damit fehlt eine wichtige
Perspektive auf die Verbrechen der NS-Herrschaft und eine authentische Stimme im Erinnerungsdiskurs.
Gleichzeitig erfordert der gesellschaftliche Wandel hin zur Migrationsgesellschaft vielschichtige Antworten im
Hinblick auf „nationale Identitäten“ und „nationale Geschichtsbilder“.
Die zunehmende gesellschaftliche Akzeptanz von faschistischen Positionen zeigt sich in der Leugnung und
Verharmlosung der NS-Verbrechen und nicht zuletzt in Bewegungen wie Pegida, Teilen der AfD und der
zunehmenden insbesondere rassistisch und gegen politische Gegner*innen motivierten Gewalt. Das erfordert
auch eine Debatte über die Ausrichtung von pädagogischer Arbeit zu den NS-Verbrechen.
Die sLAG versteht sich damit einerseits als Gremium für den Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer von im
Themenfeld engagierten Menschen untereinander, zwischen ehrenamtlich Engagierten und der
wissenschaftlichen Ebene sowie mit der Bundesebene. Zum anderen möchten wir für die Auseinandersetzung
mit dem NS im politischen Erinnerungsdiskurs eine breite Öffentlichkeit schaffen.

Zu den Mitgliedern gehören:
AKuBiz e.V. (Pirna), audioscript (Dresden), Bon Courage (Borna), Bund der Antifaschisten e.V. (Leipzig),
Bürgerschaftliche Initiative zur Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus in Sachsen 1933-1945
(Atlas-Gruppe), Erich-Zeigner-Haus e.V. (Leipzig), Förderkreis Görlitzer Synagoge, Förderverein Gedenkstätte
Ehrenhain Zeithain e.V., Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig, Gedenkstätte Großschweidnitz e.V.,
Geschichtswerkstatt Flößberg e.V., Geschichtswerkstatt Sachsenburg e.V., Gesellschaft für Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit, Hatikva e.V. (Dresden), Kulturbüro Sachsen e.V., LAG KZ Sachsenburg e.V., LAP-Projekt der
Stadt Chemnitz "Zwangsarbeit unterm Hakenkreuz in den Astra-Werken und in Chemnitz"; Darstellung NSZeit
im Lern- und Gedenkort Kaßberg Gefängnis durch VVN-BdA Chemnitz, Münchner-Platz-Komitee e.V.
(Dresden), Treibhaus e.V. (Döbeln) + 16 Einzelpersonen

 

Kontakt:

 

Weitergehende Informationen: