Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Rheinland-Pfalz

2001 gründeten in Mainz 19 nicht-staatliche Organisationen und Initiativen die Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Rheinland-Pfalz (LAG). Die LAG bündelt und stärkt die Arbeit und die Vorhaben ihrer Mitglieder. Im Vordergrund steht die Erinnerung an die verschiedenen Opfergruppen der NS-Diktatur. Dies wird vor Ort in unterschiedlicher Weise umgesetzt: So werden schriftliche und filmische Biographien von NS-Opfern, lokale und regionale Dokumentationen zur Gedenkarbeit erarbeitet, die einen wichtigen Beitrag zur geschichtlichen Aufarbeitung des Nationalsozialismus in unserem Bundesland leisten.
Auch die Pflege jüdischer Friedhöfe und die Erinnerung an Orten jüdischen Lebens (z.B. ehem. Synagogen) sind wichtige Aspekte der Arbeit. Es entstehen Ausstellungen, Datenbanken und Online-Gedenkbücher über NS-Opfer sowie Gedenkveranstaltungen, die die Erinnerung erneuern. Stolpersteine auf den Bürgersteigen erinnern an die Nachbarn, die in den Jahren des Dritten Reiches verfolgt, in die Flucht getrieben oder ermordet wurden.
Die LAG fördert durch Fachtagungen, Beratung und finanzielle Zuwendungen aus einem Fond die Arbeit ihrer Mitglieder gegen das Vergessen. Eng arbeitet die LAG mit der Landeszentrale für politische Bildung –Referat Gedenkarbeit- zusammen.

 

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Rheinland-Pfalz widmet sich folgenden Aufgaben:

  • Förderung eines landesweiten Informationsaustausches der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen untereinander.
  • Initiierung und Erleichterung von Kooperationen bei Veranstaltungen zur örtlich-regionalen Erinnerungsarbeit.
  • Meinungs- und Erfahrungsaustausch über inhaltliche und methodische Gemeinsamkeiten und Unterschiede, um das gemeinsame wie das jeweils eigene Profil klarer hervortreten zu lassen.
  • Rat und Unterstützung der Mitglieder bei lokalen Konflikten oder Schwierigkeiten.
  • Kooperation mit der für die Gedenkarbeit in Rheinland-Pfalz zuständigen Landeszentrale für politische Bildung (LpB).
  • Funktion als Ansprechpartnerin für Politik, Wirtschaft und Medien für Fragen der nichtstaatlichen Gedenkarbeit in Rheinland-Pfalz.
  • Vertretung der Interessen der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen auf bundesweiten Gedenkstättentreffen und -konferenzen.
  • Vermittlung von Kontakten und Austausch in verschiedenen Arbeitsbereichen (Pädagogik, Forschung, Archivierung, Ausstellungen) in enger Kooperation mit der LpB.
  • Stellungnahmen zu aktuellen Fragen im Zusammenhang mit der Erinnerungsarbeit in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus, soweit sie Interessen der rheinland-pfälzischen Gedenkarbeit betreffen.

Der Sprecherrat der LAG (Stand Februar 2017):
Vorsitzender: Dieter Burgard, Hinzert

Stellvertreter: Joachim Hennig, Koblenz
Beisitzer: Hans-Eberhard Berkemann, Bad Sobernheim

Ramona Dehoff, Osthofen

Eberhard Dittus, Neustadt / Wstr.

Johannes Graßl, Ludwigshafen

Christof Pies, Laufersweiler

Dr. Franz-Josef Ratter, Deidesheim

Renate Rosenau, Alzey

Dr. Ulrike Winkler, Trier

Delegierte für das Forum und die bundesweite Gedenkstättenkonferenz:

Eberhard Dittus, Neustadt

Dr. Franz-Josef Ratter, Deidesheim

 

Kontakt:
Sprecherrat der LAG

Ziegelhüttenweg 38

67565 Osthofen

Tel.: + 49 6242 910825

Fax: + 49 6242 910829

eMail: sprecherrat@lagrlp.de

 

Weitergehende Informationen: