Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten in Mecklenburg-Vorpommern

Die Erinnerung an Verfolgung und Widerstand in zwei unterschiedlichen Diktaturen im 20. Jahrhundert auf deutschem Boden und die Auseinandersetzung mit den Voraussetzungen, Bedingungen und Folgen des staatlichen Terrors und der Willkür gehören zur politischen Kultur in Mecklenburg-Vorpommern. Die Erinnerungsarbeit zielt zukunftsorientiert auf Menschenrechtserziehung, Völkerverständigung, die Herausbildung eines kritisch reflektierten Geschichtsbewusstseins, um zur Stärkung demokratischer und zukunftsfähiger gesellschaftlicher Verhältnisse beizutragen.

Historische Orte, die mit ihren Überresten vom Geschehen während der NS-Herrschaft, des Zweiten Weltkrieges und seiner Folgen sowie der SMAD-Herrschaft und SED-Herrschaft Zeugnis ablegen, verbinden sinnliche Wahrnehmung, Emotionalität und präzise Wissensvermittlung auf ganz besondere Weise. Darüber hinaus sind Gedenkstätten für die Opfer der Verfolgung Orte der individuellen Trauer um Leidensgenossen und Familienangehörige, aber auch Orte des öffentlichen Gedenkens an die Opfer von politischer Verfolgung und Krieg.

Die Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten in Mecklenburg-Vorpommern versteht sich als Interessenvertretung der Gedenkstätten, politischen Erinnerungsorte und Erinnerungsinitiativen in Mecklenburg-Vorpommern gegenüber der Landespolitik und den verschiedenen Verwaltungsebenen. Insbesondere tritt sie für eine materielle und finanzielle Absicherung der Arbeit der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen ein. Sie fördert die Zusammenarbeit sowie die weitere Professionalisierung der Arbeit der Gedenkstätten bzw. Erinnerungsinitiativen. Dazu kann sie auch eigenständige Veranstaltungen und Projekte durchführen.

Der Runde Tisch „Gedenkstättenarbeit in M-V“ ist ein Forum zum Erfahrungsaustausch und ein Angebot für die interne Fort- und Weiterbildung zum Themenfeld Gedenkstättenarbeit in Mecklenburg-Vorpommern. Im Wechsel beschäftigen wir uns auf den zwei Veranstaltungen pro Jahr mit methodischen und inhaltlichen Problemen in der Auseinandersetzung mit den beiden unterschiedlichen Diktaturerfahrungen im 20. Jahrhundert, jeweils mit den Schwerpunkten NS-Geschichte bzw. DDR-Geschichte. Das Treffen versteht sich als ein Arbeitsgespräch von und für MitarbeiterInnen von Erinnerungsinitiativen und Gedenkstätten sowie PädagogInnen, die sich im Praxisfeld der Gedenkstättenarbeit engagieren. Wir versuchen, übergreifende Problemstellungen auszuwählen und zu bearbeiten, gegenseitige Hilfestellungen zu organisieren.

 

 

Kontakt:

Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten in Mecklenburg-Vorpommern
c/o
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Golm
Dorfstraße 33
17419 Kamminke
Telefon: (038376) 290-0
Telefax: (038376) 290-68
eMail: info(at)jbs-golm.de

 

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